Turnhallen-Entwicklung
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| Einweihung der Turnhalle 1966 |
Im Sommer kann am Strand oder auf dem Sportplatz trainiert werden, aber im Winter? In den Gründungsjahren wurden die ersten „Hallenstunden“ im Hotel Germania (heute Hotel Lamberti) durchgeführt. Die Schienen für die Verankerungen der Turngeräte wie Barren und Reck waren lange Zeit danach noch in dem Fußboden zu sehen. Das Hotel war das einzige Gebäude, das sich aufgrund der Deckenhöhe der Räume einigermaßen zum Trainieren eignete. Im Frühjahr 1946 erhielt der Verein seitens der Inselgemeinde Langeoog, des Kreises und der Militärregierung mündlich durch Herrn Major Wood die Genehmigung den Westflügel der großen Wirtschaftsbaracke (kurz Wiba) auf dem ehemaligen Flugplatzgelände für Turnabende zu nutzen. Im Herbst 1947 wurde das Verfügungsrecht dem Verein genommen, denn die Wiba war inzwischen mit anderen Baracken und Gebäuden auf der Insel der Verwaltung des Finanzamtes Wittmund unterstellt. Die „MilRegierung Aurich – Property Control“ hatte die gesamte Wiba I an die Kinderkur vermietet. Eine Nutzung des Turn- und Sportvereins und auch eine Nutzung durch die Schulen der Insel wurden von den Wohlfahrtsverbänden nicht mehr gestattet. Diese nutzten die einzige zum Sport geeignete Halle als Kartoffel- und Gemüselager! Da keinerlei Alternative zur Ausübung des Sports im Winter bestand, kämpfte der damalige Vorstand mit Unterstützung des Kreissportbundes und des Oberkreisdirektors um die Erlaubnis, weiter die Räumlichkeiten nutzen zu dürfen. Nach langen Diskussionen und vielen Briefwechseln vermietete die Kinderkur den Saal schließlich an den TSV und bekam im Gegenzug von der Gemeinde benötigten Wohnraum (für Kartoffeln?!).
Der zunehmende Bedarf und auch die Beschaffenheit der Wiba (Löcher im Holzfußboden) veranlassten schließlich 1966 die Gemeinde dazu eine neue Turnhalle zu bauen, die am 19.12.1966 in der Friesenstraße eingeweiht werden konnte. Die Sanierung der Turnhalle erfolgte in den 90er Jahren. 1995/96 wurden die Bodenbeläge erneuert. Im Februar 1996 erhielt der Geräteraum Tore. Die abgängigen Glasbausteine wurden in mehreren Arbeitsschritten durch Mauerwerk ersetzt. Einweihung der Turnhalle 1966.



